Herausgegeben von Javier Gomez-Montero. Mit Gedichten von Bernardo Atxaga, Carmen Borja, Angel Crespo und anderen
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 19.05.2001
Rezensent "tbg" sieht eine Lücke klaffen. Um die hiesige Rezeption spanischer Lyrik, findet er, sei es schlecht bestellt, erst recht an Zeitgenossen "gibt es hier fast nichts zu lesen." Der vorliegenden, baskische, galicische, katalanische und spanische Lyriker der Gegenwart vereinenden Anthologie wünscht er schon aus diesem Grund "viele leidenschaftliche Leser". Das Anliegen des Herausgebers, eine Auswahl von Gedichten als "Metapher eines Identitätsraumes" vorzustellen, scheint sich in den "die Spannungsfelder von Exil, Heimat, Irrfahrt, mythologischer Symbolik, Eros" ausmessenden Texten zu erfüllen.
Nelio Biedermann: Lázár Alles beginnt, sogar das Ende, als Lajos von Lázár, das blonde Kind mit den wasserblauen Augen, zur Welt kommt. Seinem Vater, dem Baron, wird der Sohn nie geheuer sein, als… Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen…