Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 19.08.2002
Johannes Frieds (fast ins Genre Gutachten spielende) Rezension dieser Dissertation hat eine Abteilung en gros und eine en détail. Wer es genau wissen will - aber im Ernst: wer, außer einer Handvoll Fachgelehrten, will es so genau wissen? -, darf im Abschnitt zu den Details ausschließlich Zweifel zu einigen von Offergelds Deutungen zur Kenntnis nehmen: es fragt sich dort, wie spekulativ und wie zutreffend Offergelds Darlegungen zu den gotischen Kindkönigen sind (sehr spekulativ, nicht zutreffend, meint Professor Fried). Im allgemeineren Teil aber ist Fried des Lobes voll: die Beschäftigung mit den Kindkönigen im nachrömischen Europa bis ins Jahr 1000 sei ein bedeutsames, bisher vernachlässigtes Thema, hier ganz vorbildlich behandelt. Der Band stellt, so Fried, einen "großen Fortschritt in der Geschichte des frühen Mittelalters" dar, die Dissertation ist, betont er, "vorzüglich" geraten.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Karl Ove Knausgard: Arendal Aus dem Norwegischen von Paul Berf. Wo ist dein Platz im Leben? Wohin gehörst du? Wo liegen deine wahren Gefühle?Wir schreiben das Jahr 1976. Syvert Løyning ist nach einer…