Der vorliegende Sammelband enthält sechs Beiträge, die Erfolg und Misserfolg von Institutionen anhand von verschiedenen Beispielen diskutieren. Wenn Ökonomen nach Erklärungen suchen, warum Volkswirtschaften verschiedener Länder so unterschiedliche Erfolge nachzuweisen haben, widmen sie sich in zunehmendem Maße dem Studium der unterschiedlichen Qualität der Institutionen. Warum war es gerade Europa, das in den letzten Jahrhunderten einen unvergleichlichen wirtschaftlichen Aufschwung erlebte? Warum waren insbesondere England und die Niederlande und nicht etwa die Großmacht Spanien bereits sehr frühzeitig wirtschaftlich so erfolgreich? Weil sich hier Institutionen entwickelt haben, die systematisch wachstumsfördernde Anreize setzten. Warum haben es viele Entwicklungsländer bis heute nicht geschafft, sich von Armut und Unterentwicklung zu befreien? Weil ihnen die richtigen Institutionen fehlen. Warum sind die mittel- und osteuropäischen Transformationsländer so unterschiedlich erfolgreich? Weil sie sich in der Qualität der Institutionen deutlich unterscheiden. Warum mutierte das ehemalige Wirtschaftswunderland Deutschland zum "kranken Mann Europas"? Weil versäumt wurde, die Institutionen an die veränderten Bedingungen des Wirtschaftens anzupassen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 03.04.2006
Rezensent Klaus Peter Krause sieht in diesem von Thomas Eger herausgegebenen Band die praktische Bedeutung von Institutionen illustriert. Vierzehn Autoren untersuchen den wirtschaftlichen Erfolg und Misserfolg von Institutionen anhand von sechs Beispielen: Neben unterschiedlichen Möglichkeiten der sozialen Sicherung geht es um die Institution der Pressefreiheit, um "Wirtschaftspolitik und bürokratischen Wettbewerb im Dritten Reich", um die Bedeutung "guter Regierung" für Wohlfahrt und Demokratie, um die Rolle von Institutionen des Arbeitsmarktes und um die Frage nach der Wirtschaftsschwäche Argentiniens. Krause hebt hervor, dass die Ergebnisse in allen sechs Fällen "vielschichtig" und "entsprechend vorsichtig formuliert" ausfallen.
Elias Hirschl: Schleifen Franziska Denk wächst im Umfeld des Wiener Kreises auf und leidet als Kind an einer seltsamen Krankheit: Jedes Symptom, von dem sie hört oder liest, bekommt sie sofort. In… Julian Barnes: Abschied(e) Aus dem Englischen von Gertraude Krueger. Julian Barnes wird im Januar 2026 achtzig Jahre alt. Er weiß, dass die längste Zeit seines Lebens hinter ihm liegt, und er möchte… Dorothee Elmiger: Die Holländerinnen Mit blinkenden Warnlichtern fährt die Erzählerin, eine namenlose Schriftstellerin, an den Straßenrand, als ein unerwarteter Anruf sie erreicht. Am Apparat ist ein gefeierter… Leila Slimani: Trag das Feuer weiter Aus dem Französischen von Amelie Thoma. Mia, erfolgreiche Schriftstellerin in Paris, kämpft mit "brain fog", einem Gehirnnebel, der ihre Erinnerungen und ihre Arbeit beeinträchtigt.…