Mit ca. 220 Abbildungen. Emanuel Handmann (1718-1781) gehört zu den angesehensten Vertretern der Schweizer Malerei des 18. Jahrhunderts. Der Künstler war als Porträtist bereits zu Lebzeiten berühmt, - einer Zeit, die dem Bildnis einen hohen Stellenwert einräumte. Handmann lebte seit 1746, abgesehen von ein paar Auslandreisen und einem Abstecher in seine Heimatstadt Basel im porträtfreudigen Bern. Hier entwickelte er durch geschicktes Verknüpfen von französisch inspiriertem Repräsentationsbildnis und intimerem Freundschaftsbild einen unverkennbar eigenen Stil. Die erste umfassende Darstellung zu Leben und Werk Handmanns überhaupt beschäftigt sich außer mit der Biografie auch mit dem Umfeld des Künstlers, seinen Auftraggebern, mit Werkstatt, Arbeitsweise, Rezeption und unterzieht sein Oeuvre einer kritischen Würdigung. Besondere Aufmerksamkeit verdient das akribisch erarbeitete Werkverzeichnis, das mehr als 500 Nummern zählt. Es umfasst hauptsächlich Porträts, ferner einige Genre- und Landschaftsbilder, Grafiken sowie zwei große Gemäldezyklen.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 31.12.2003
Man kannte den aus Basel stammenden, in Bern tätigen Maler Emmanuel Handmann bisher vor allem wegen eines Bildes: des Pastell-Porträts des Mathematikers Leonhard Euler. Thomas Freivogel hat nun in jahrelanger Arbeit das Gesamtwerk Handmanns rekonstruiert und nicht zuletzt immerhin 409 im Porträt dargestellte Personen im 548 Nummern umfassenden Werk identifizieren können. Es ergibt sich daraus, wie der Rezensent Adolf Max Vogt feststellt, ein "visuelles Panorama sondergleichen" der Berner Gesellschaft der Jahre 1746 bis 1781. Die Originalität der Bilder selbst liegt dabei, so Vogt, nicht in der Komposition, sondern im Wechsel von der Öl- zur Pastelltechnik. Diese nämlich scheint sehr viel besser geeignet, das Dilemma des Spätrokoko "zwischen Prunksucht und Wahrhaftigkeit" auf den Punkt zu bringen. Dies herausgearbeitet zu haben, lobt der Rezensent, ist das Verdienst der von Freivogel geleisteten Rekonstruktion.
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