Kunststück. Ich bin in dieses Frühjahr sehr wortkarg hineingeschlichen, habe zugeschaut, wie die Blätter wachsen und einiges gelesen. Sonst nichts. Fernerhin habe ich mich über Wochen an einer funktionierenden Deutschfassung der SATOR-Formel versucht; die ebenmäßigste war, wie bei den Blumen, zugleich auch die einfältigste:
A U A U H U A U A
Zum Zwecke musischer Instandhaltung ist dies die geistesärmste aller Übungen freilich nicht. (Solange man bloß kein Mikado anfängt! Dann ist es aus.)
So allerlei ist Thomas Kapielski inzwischen, vom Langzeitstudenten zum Manne mittleren Alters gereift, Edith Siepmann zählt auf: "Dichter, Fotograf, Musiker, Maler, Professor, Geo-, Theo- und Philologe". Auf diversen Feldern tobt er sich aus, auch in seiner jüngsten Publikation, die sich von Vorangegangenem teils deutlich unterscheide. Was es jetzt kaum noch gibt, sind die autobiografisch fundierten längeren Texte, dafür geht es jetzt aphoristischer zu, weltweiser, der Ton ist melancholisch, es stellen sich Fragen wie diese: "Warum es überhaupt Nichts nicht gibt und viel mehr Mehr als nötig." Siepmann ist offenkundig ganz begeistert von diesem Buch, zitiert ein ums andere Mal und scheint gewillt, über die "Späne", die beim philosophischen "Hobeln" auch mal fallen, großzügig hinwegzusehen.
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