85 Abbildungen. Wasterkingen, das im Jahr 1102 erstmals erwähnte, kleine Dorf in der nordwestlichen Grenzecke des Kantons Zürich, ist nur selten ins Scheinwerferlicht der Geschichte getreten. Interessant wird ein Blick in die Vergangenheit aber durch die Grenzsituationen, in welche die Gemeinde immer wieder geriet. Sie kämpfte dauernd um ihre Eigenständigkeit: zum Beispiel für eine eigene Schule, einen eigenen Pfarrer oder um 1900 für eine eigene Telefonleitung unter Umgehung von Hüntwangen («aus Diskretionsgründen»). Während sich die dörfliche Gemeinschaft gegen Fremde abzugrenzen versuchte, schotteten sich innerhalb des Dorfes die Reichen gegen die Armen ab. Die Kleinheit und die beschränkten Ressourcen der fast ausschließlich von der Landwirtschaft lebenden Gemeinde führten immer wieder zu Zerreißproben. So wollten 1589 die Dorfrichter ihr Amt niederlegen, weil sie von Dorfgenossen angefeindet wurden. 1701 gipfelte das gegenseitige Misstrauen im spektakulärsten und zugleich letzten Hexenprozess auf Zürcher Staatsgebiet. Er kostete acht Personen das Leben und lähmte das Dorfleben noch jahrzehntelang.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 19.09.2002
Merklich beeindruckt ist der "hhö." zeichnende Rezensent von einem 140-Seiten-Büchlein, in dem ein Historiker und zwei Ortschronisten die Geschichte der schweizerischen Gemeinde Wasterkingen nachzeichnen, die unmittelbar an Deutschland grenzt. Auf 900 Jahre wechselvolle Geschichte kann das Örtchen heute zurückblicken. Beginnend mit den mittelalterlichen Grundherrschaften erstrecke sich die Darstellung der drei Experten bis hin zu Schmonzetten aus der näheren Vergangenheit: So richtete die Gemeinde bereits 1900 ein hochmodernes Wasserversorgungssystem ein, das den Gang zum Brunnen überflüssig machte; die Einführung elektrischen Lichts jedoch wiegelte die Bevölkerung im Jahre 1914 vehement ab... Der kleine Rundgang durch die Geschichte der Gemeinde Wasterkingen gelingt den Autoren auf wirklich "spannende" Weise, findet der Rezensent - und legt die Neuerscheinung damit wohl auch nicht Ortskundigen ans Herz.
Christine Wunnicke: Wachs Schauplatz ist Frankreich im 18. Jahrhundert, das vorrevolutionäre und das überaus revolutionäre. Und es lieben sich zwei Frauen, die verschiedener nicht sein könnten: Marie… Szczepan Twardoch: Sehnsucht Aus dem Polnischen von Olaf Kühl. Erwin Piontek, Bergmann im Ruhestand, geht seinen Lebenstraum - eine Weltumseglung - bescheiden an: im Boot auf einem Stausee. Doch während… Angelika Klüssendorf: Trost 2022. Angelika Klüssendorf erzählt von Liebe, Entzweiung und der Sehnsucht nach Zugehörigkeit. Rita, Meisterin darin, sich in die falschen Männer zu verlieben, fällt plötzlich… Heinz Strunk: Memories of Heidelberg Heidelberg im Frühling! Bertram und Isolde, ein in die Jahre gekommenes Paar aus Oldenburg, möchten sich in der romantischen Kurpfalz mal einen richtig schönen Kurzurlaub…