Das Versprechen der Freiheit lockt in die Ferne, heute wie 1867, als Franz Eckstein heimlich von Dresden aus aufbrach, um sich der Fremdenlegion anzuschließen. Packend und ernüchternd zugleich berichtet er von den Kämpfen mit Berbern und Beduinen, von wilden Jagden auf wilde Tiere, von quälendem Durst und wüsten Absinth-Gelagen. Als er 1872 wieder in Marseille ankommt, pfeift ein schärferer Wind durch Europa. In Berlin haut das Kaiserreich auf die Pauke; in Dresden spielt die Oper, während Franz Eckstein aufschreibt, wie es ihm in der Welt erging. Aber hier ist die Geschichte keineswegs zu Ende. Thomas Rietzschel hat sich auf Spurensuche begeben.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 31.01.2018
Thomas Rietzschels zwischen Essay und Erzählung changierendes Buch über den Fremdenlegionär Franz Eckstein aus Dresden entwirft für Rezensent Hans Christoph Buch mit dem Exotismus ein Gegenbild zur DDR. Aus Ecksteins Nachlass sich bedienend schreibt der Autor allerdings nicht exotisierend, meint Buch, sondern nüchtern und sachlich und seinen Protagonisten ernst nehmend, indem er dessen Entbehrungen und Abenteuer in der Legion eindringlich schildert.
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