Die französische Fremdenlegion ist ein lebendiger Mythos mit einer fast 200-jährigen Geschichte. Warum kam es 1831 zu ihrer Gründung und wie hat sie sich im Laufe der letzten zwei Jahrhunderte entwickelt? Welche Rolle hat sie in Frankreichs Kriegen tatsächlich gespielt und warum sind Ausländer wie Franzosen überhaupt in die Fremdenlegion eingetreten? Der Historiker Eckard Michels beschreibt unter anderen anhand von Einzelschicksalen das Leben und Sterben der Legionäre. Er legt ebenso die politischen wie militärischen Rahmenbedingungen offen, welche den Einsatz der Fremdenlegion auf vier Kontinenten ermöglicht haben.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 11.01.2021
Rezensent Clemens Klünemann ist beeindruckt von Eckard Michels' Geschichte der Fremdenlegion als eines bedeutsamen, wenngleich oft übersehenen Aspekts der französischen Geschichte und Außenpolitik. Der laut Klünemann üppig bebilderte Band zeigt, wie Kolonialgeschichte und Entwicklung der Legion miteinander verbunden sind und welche Zwecke Frankreich mit der Organisation verfolgte. Dass die Fremdenlegion zeitweise als Auffangnetz auch für deutsche Kriegsverbrecher diente, erfährt der Rezensent und dass ihr öffentliches Bild letztlich nur "beschönigende Fassade" ist, die die eher fragwürdige Gesinnung vieler Legionäre und die fortgesetzte Verherrlichung der Afrika-Feldzüge in der Fremdenlegion kaschieren soll.
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