Mit Zeichnungen von Dieter Goltzsche. Wiepersdorf bei Jüterbog, Schloss und Park Achim und Bettine von Arnims ? später dann und bis heute: Refugium und Arbeitsort für Dichter, Maler, Musiker, Sänger: ein idyllischer, der Zeit scheinbar enthobener Ort. Wie von selbst mischen sich dort unter die Künstler der Gegenwart die der Vergangenheit. Auch Thomas Rosenlöcher, der Dichter aus Dresden, wurde in Wiepersdorf vom Gegen- und Ineinander der Zeiten ergriffen und von den Verwandlungen, die einem allenthalben geschehen. "Die Wege werden zu eigenen Wesen / und stürzen weiß leuchtend dem Waldstück entgegen" ? am Abend, wenn die Landschaft "erst richtig" beginnt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 13.03.2002
Heinrich Detering sieht erfreut, dass der Autor mit seinem Gedichtband, der während eines Künstlerstipendiums auf Schloss Wiepersdorf als eine Art "Tagebuch" entstandenen ist, seiner Etikettierung als "Idylliker" entgegentritt. Der Rezensent bemerkt in seiner ausführlichen Rezension, dass die Wiepersdorf-Gedichte "keine falsche Behaglichkeit aufkommen" lassen und findet zwischen "Niedlichem" immer wieder Ironie und ins "Unheimliche und Grausame" gleitende Bilder. Dabei sei es gar nicht so einfach, dem viel beschriebenen, oft gemalten und fotografierten Wiepersdorf neue Seiten abzugewinnen, vermutet der Rezensent. Rosenlöcher aber sei es in seinen Gedichten gelungen.
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