Richard Rorty ist einer der einflussreichsten Philosophen der Gegenwart. Die Beiträge dieses Bandes diskutieren die drei großen Themenfelder seiner neueren Theorie: die Sprach- und Verstehenstheorie, seine politische Philosophie und seine Konzeption einer ästhetischen Kultur. Vor diesem Hintergrund kommen sowohl die Kritiker zu Wort als auch Autoren, die von Rorty aus über ihn hinaus denken wollen. Richard Rorty hat eigens für diesen Band eine ausführliche Antwort auf die vorgebrachten Einwände und Fragen geschrieben. Eine Bibliografie seiner Schriften komplettiert diesen Materialienband.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 03.11.2001
In den USA wird der amerikanische Philosoph Richard Rorty von seinen Altersgenossen als "Mit-Klassiker irgendwo zwischen Emerson und Davidson" gehandelt, in Deutschland hingegen hat sich eine jüngere Generation von Philosophen recht kritisch mit seinem Denken auseinandergesetzt und sich das von Rorty auch noch kommentieren lassen, berichtet Rezensent Peter Niesen. Rortys Philosophie, insbesondere seine "Leitdifferenz" zwischen "normal" und "revolutionär", sieht Niesen in diesem Band relativ umfassend in bewusstseins- und sprachphilosophischen, politischen und literarisch-ästhetischen Aspekten gewürdigt. Besonders spannend fand es Niesen, Rortys Erwiderungen, die er zu jedem Beitrag in dem Band geschrieben hat, danach zu untersuchen, welche Texte Anerkennung und welche Kritik ernten. Selten jedenfalls zeigt sich der Philosoph willig, textimmanente Kritik anzunehmen, ist dem Rezensenten aufgefallen.
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