Als sich das zwanzigste Jahrhundert dem Ende zuneigte, war viel von der Zukunft die Rede: Mit dem neuen Millennium schien sich die Welt erneuern, verjüngen zu müssen. Damals beantworteten einige wenige Schriftsteller aus verschiedenen Nationen, junge und ältere, die Frage, was das Alter für sie bedeutet.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.03.2001
Ein "schmuckes Büchlein" hat Thomas Steinfeld hier zusammengestellt, findet Wolfgang Werth. Die Texte der 14 Autoren aus Europa, den USA und Afrika sind nicht neu. Zwischen November 1999 und Juli 2000 hatte die Frankfurter Allgemeine Zeitung die Ausführungen der Schriftsteller über das Altern veröffentlicht, informiert der Rezensent. 14 Schriftsteller unterschiedlichen Alters und in verschiedenen Lebenslagen - da wundert es kaum, dass bei derselben Grundfrage nach dem Zugriff des Alters auf den Schriftsteller auch verschiedene Texte mit ganz unterschiedlichen Antworten auf diese Frage entstanden sind. Einig sind sich zumindest alle darin, berichtet Werth, dass das Alter keine Wonnen mit sich bringt und der Sinn des Lebens auch dem Hochbetagten vorenthalten bleibt. Auch wenn sich der Rezensent einer Kritik enthält, seine Ausführungen über einzelne Gedanken der hier versammelten Schriftsteller über Leben, Alter und Tod sprechen dafür, dass ihm das Buch gefallen hat.
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