Emmis Tod bringt die vier Schulfreunde wieder zusammen. Viel ist inzwischen geschehen, und noch mehr wird sich ereignen, wenn sie herausfinden, was ihnen ihre Freundschaft wirklich wert ist und was genau sie all die Jahre nicht losgelassen hat. Nicht wenige Trauergäste haben nach ihrem Gesang Tränen in den Augen. Und gleich an Emmis Grab beschließen die vier alten Schulfreunde, sich noch einmal zu treffen, auf ein Wochenende in Venedig. Sie begegnen einander als Fremde, Michael, Bernd, Wagner und Thomas. Doch in der weltläufigen Atmosphäre des venezianischen Palazzo, in den Michael sie zu ihrer großen Überraschung eingeladen hat, legen rasch alle ihre Masken ab. Dahinter kommen Erfolge und Enttäuschungen hervor. Vor allem aber die große, unbeantwortete Frage nach der Liebe und warum sie alle so kläglich an ihr gescheitert sind. Allen voran Michael, dem das Leben nach Emmis Beerdigung vielleicht noch eine letzte Chance gibt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.02.2013
Sichtlich enttäuscht legt Sabine Doering das Buch beiseite. Blasse Charaktere, sprachliche Klischees, ironiefreie Schöner-Wohnen-Texterei, meint sie. Dass der Roman in Venedig spielt, ist dabei offenbar das geringste Übel. Das Risiko eines solchen Schauplatzes scheint der Autor auch nur darum auf sich nehmen können, weil die im Roman dargestellte Männerwelt selbst über die Maßen schabloniert ist, wie Doering feststellt. Allzu lebenskluge, auf ihr misslungenes Leben Rückschau haltende Männer im venezianischen Palazzo - das muss Doering nicht lesen. Von einzelnen atmosphärisch dichten oder. anrührenden Passagen einmal abgesehen.
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