In welcher Beziehung leben wir Menschen tatsächlich zu unserem Planeten? Haben wir immer schon eine Schneise der Verwüstung hinterlassen, Ökosysteme durcheinandergebracht und ganze Spezies ausgelöscht? Oder ist unser Verhältnis zur Erde vielmehr ein Erfolgsmodell, weil wir Menschen eben nicht nur grausam im Kampf ums Überleben konkurrieren, sondern auch großartig kooperieren können?
Hilal Sezgin hat die Botschaft des Umweltschützers Tim Flannery sehr gern vernommen: Kooperation ist auch in der Natur möglich. Charles Darwin habe recht, wenn er die Evolution als gigantisches Gemetzel schildere, aber auch Alfred Russel Wallace, demzufolge Anpassung und Gleichgewicht mindestens genauso wichtig für die natürliche Entwicklung sind. Sezgin liest gern von der Koevolution, die so viel weniger deprimierend für die Freunde der Natur sei. Mit Interesse hat sie auch vom Prinzip Gaia gelesen, das Flannery wieder als planetarischen Lebenszusammenhang stark machen will, aber ganz überzeugen konnte er die durchaus willige Rezensentin nicht. Sie findet das Konzept zwar sehr sympathisch, aber doch noch sehr "metaphorisch".
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