Ein Buch der Irrungen und Wirrungen, eine Geschichte voller Sehnsucht und Heimweh, Tragik, Komik und Erotik.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 18.10.2000
Geteilter Meinung zeigt sich Lilo Weber über dieses Buch. Einerseits gefällt ihr die komplexe Struktur des Romans, in dem zwei Liebende einander per Fax Geschichten erzählen. Andererseits ist sie der Ansicht, dass sich diese komplexe Erzählsituation "sozusagen von selbst banalisiert", weil der Meta-Text, also der Faxwechsel, die Geschichten nicht wirklich vorantreibt. Dennoch scheint der Rezensentin insgesamt das ständig Wechselnde in diesem Roman zu gefallen: Da ist der Wechsel von phantasievoller Korrespondenz in der Nacht und deren Demontage am darauffolgenden Tag, der Wechsel zwischen "Vexierspiel und Wink mit dem Zaunpfahl, raffiniertem Erzählmuster und Werbetext" und vor allem die vielen Verwechslungen, die stets für Überraschungen sorgen. Die Beziehung zwischen den beiden Briefeschreibern selbst kommt der Rezensentin jedoch etwas blass vor. Irinas Kommentare findet sie "karg und nicht besonders gewandt", der Flirt erscheint ihr sexy, aber doch auch wieder nicht "elaboriert" genug. Da müsse man nicht unbedingt dabei sein, bedauert Weber.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.08.2000
Eine nette Idee, aus der nichts wurde, so lässt sich das Urteil des Rezensenten (Kürzel: "bdö") zusammenfassen. Der Erzähler verspricht einer Frau namens Irina ein Buch, die Geschichte von Dunja, Ewa und Ira. Im Faxaustausch korrespondieren sie über die entstehende Erzählung. Leider aber, so der Rezensent, scheitert das Porträt der drei Frauen an der "ausgetretenen Sprache" und den Klischees. Der Rat am Ende ist kurz und bündig: "lieber selber leben als lesen".
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