Aus dem Italienischen von Olaf Roth. Tiziano Scarpa erkundet die Welt über die Körperteile - von den Augen bis zu den Füßen. Am Ende des Buches erscheint dem Leser das vermeintlich Bekannte, der eigene Körper, wie der fremdeste aller Planeten.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.01.2006
Sabine Löhr ist gewappnet: Nasenklammer, Schlafbrille, Ohropax. Wenn es sich wie bei Tiziano Scarpa "Körper"-Erkundungen um einen Abkömmling des italienischen Pulp, der gioventu cannibale, handelt, geht die Rezensentin lieber kein Risiko ein. Und man kann es förmlich sehen: die Rezensentin schüttelt sich, der "generelle Eindruck der Unappetitlichkeit" überwältigt sie, während Scarpa stinkenden Füße und wabbligen Bauch erforscht, zumal keine größere Erkenntnis die Nabelschau des Dichters ziert. Wer vermag sich schon "Pickel zu einem elegant schimmernden Kunstwerk" zurechtzudenken? Nicht jedes Körperteil hat eben das Zeug zum poetischen topos. Die Rezensentin empfiehlt, diese Körperfantasien auf Italienisch zu lesen - als "raffinierte Schimpfkaskadenvorlage im nächsten Toskana-Urlaub".
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