Aus dem Italienischen von Antje Peter. Er schaut auf den Monitor seines Computers und schreibt ENDE auf das weiße Blatt. Es ist 23:30 Uhr an einem Oktoberabend, als der berühmte Schriftsteller Giorgio Volpe seinen neuen Roman abschließt. Am folgenden Morgen ruft er gutgelaunt im Verlag an, um die frohe Botschaft zu verkünden.
Dort aber ist nichts mehr wie zuvor: Der Verlag wurde von einem Großkonzern geschluckt, nun haben windige Investoren das Sagen. Statt der vertrauten Stimme seiner Lektorin hört Volpe einen Anrufbeantworter in sieben Sprachen, und wenig später stehen zwei dubiose Typen vor der Tür, die sein Buch publikumstauglich umschreiben wollen. Doch damit fängt das Unheil erst an?
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 30.12.2017
Rezensent Jan Wiele amüsiert sich mit Antonio Manzinis satirischer Erzählung über die Zurechtmachung der Wirklichkeit in der Verlagsbranche. Einerseits unwirklich durch die krasse Überspitzung jagt ihm der Text mit seinen "thrillerhaften" Wendungen ins Sci-Fi aber auch einen Heidenschrecken ein, denn Wiele erkennt: Ganz so unwirklich ist das alles gar nicht. Die Banalisierung und Sensationalisierung von Inhalten - sie findet ja längst statt.
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