Pop und seine Geräte prägen uns alle. Vom Lieblingstape im Walkman zur passenden Playlist für jede Stimmung per Streaming-App - wir alle können unser Leben entlang popmusikalischer Highlights und dem dazugehörigen Abspielgerät erzählen. Doch was, wenn wir das Wechselspiel von Musik und Technik anders, abseits von reiner Unterhaltung betrachten? Tobi Müller widmet sich diesem komplexen Gefüge und zeigt, dass Pop als Phänomen schon da war, bevor es Popmusik gab. Denn erst im Zusammenspiel mit technologischer Innovation entfaltet sich seine produktive Wirkung.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 30.11.2021
Rezensent Ueli Bernays verzeiht Tobi Müller die ein oder andere kulturkritisch dünkelhafte Feststellung und den Mangel an Streitlust angesichts der Texte von Adorno, Benjamin und Foucault. Müllers oft durch persönliche Erlebnisse inspirierte Gedanken über den Zusammenhang von Technik und Popkultur findet Bernays meistenteils aufschlussreich und immer wieder überraschend helle und detailreich. Etwa, wenn der Autor über den Walkman als Mittel der Individualisierung des Musikgenusses oder die gesellschaftlichen Folgen des Streamings nachsinnt. Eine schöne, relevante Technik- und Sozialgeschichte des Pop, findet Bernays.
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