Depeche Mode gehören zu den langlebigsten Bands der schnelllebigen Popmusik-Ära der 1980er-Jahre. Und sie haben bis heute die treuesten Fans. "Behind the Wall" erzählt die Geschichte dieser besonderen Fankultur in den 1980ern - hinter der Mauer, in der DDR.
Sascha Lange und Dennis Burmeister haben sich nach ihrem 2013 erschienenen Bestseller "Depeche Mode Monument" diesmal mit dem Phänomen der Fans von Depeche Mode in der DDR beschäftigt. Unmengen unveröffentlichter Fotos und Dokumente wurden gesichtet und mit zahlreichen Fans, Konzertveranstaltern, Fanzine-Herausgebern, Fanclub-Betreibern und anderen Zeitzeugen gesprochen. Entstanden ist ein bislang unbekannter Einblick in das Innere einer Jugendkultur und das Alltagsleben in der DDR.
Gleichzeitig ist "Behind the Wall" auch eine Coming-of-Age-Geschichte. Eine Do-It-Yourself-Geschichte. Eine Musik-Geschichte. Eine Geschichte über Depeche Mode. Eine Geschichte, die zeigt, dass sich Jugendliche in Ost und West in den 1980er-Jahren viel ähnlicher waren, als sie es selbst damals wussten. Und doch waren sie anders - wegen der gesellschaftlichen Umstände. "Behind the Wall" erzählt die Geschichte von einem Mauerfall lange vor dem Mauerfall. Und von einer ungewöhnlichen und langlebigen Liebe der Fans zu ihrer Band.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.03.2018
Ulrike Nimz liest die Geschichte des Pop in der DDR als Liebesgeschichte bei Dennis Burmeister und Sascha Lange. Warum so viele Ossis Depeche Mode hören wollten, erfährt sie hier. Dass die Autoren unterwegs im Text ihre Jugend erforschen, Bildmaterial, Briefe und Anekdoten zusammentragen, findet sie in Ordnung. Von über 70 Depeche-Mode-Fanclubs mit Namen wie Black Day und Black People berichten die Autoren der staunenden Rezensentin in einer Weise, die keinen Staub aufwirbelt, sondern Skurriles aufspürt.
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