Aus dem Amerikanischen von Pociao. "Wenn sich der 'Tibetische Pfirsichstrudel' nicht so liest wie übliche Memoiren, dann liegt es sicher daran, dass ich nicht das hinter mir habe, was die meisten Leute unter einem normalen Leben verstehen würden. (Mein Verleger behauptet, manches von diesem Zeug sei so verrückt, dass nicht einmal ich es mir hätte ausdenken können.) Zudem ist mein Schreibstil nun mal mein Schreibstil, und da spielt es keine Rolle, ob es um Fakten oder Fiktion geht. Ein Buntspecht ist ein Buntspecht, egal, welches andere Federvieh noch auf der Hühnerstange sitzt. (…) Zufällig verfüge ich aber über ein ziemlich gutes Gedächtnis und kann auf ein Stichwort hin die Aufstellung der Brooklyn Dodgers im Jahr 1947 aufsagen oder - bis auf ein oder zwei Ausnahmen - die Namen all meiner Ehefrauen." Tom Robbins
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 24.10.2017
Rezensent Tobias Döring mag die Mischung aus Skurrilitäten, Zeitkolorit, "Mythisch-Magischem" und Humor, die Tom Robbins' Romane ausmachen. Nur: In diesem Memoir des amerikanischen Schriftstellers kann er so gar nichts davon finden. Mit Lebensstationen im Korea-Krieg, in der Künstlerszene von Seattle, New York und San Francisco, Freundschaften mit Barnett Newman oder Allan Ginsberg hat der 1932 in Virginia geborene Autor zwar einiges erlebt, berichtet der Kritiker. Aber dort, wo Robbins' Romane durch Fantasie und "Fabulierungskunst" bestechen, kann der Rezensent in diesen mit vielen "aphoristischen Lebensweisheiten" gespickten Erinnerungen nur auf Dauer ziemlich enervierende Plaudereien entdecken. Die Milieustudien der Beat-Generation hat Döring allerdings gern gelesen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 04.05.2017
Rezensent Bernhard Blöchl ist ganz aus dem Häuschen angesichts der anekdotenreichen Memoiren des amerikanischen Schriftstellers Tom Robbins. Süß und saftig und stets fesselnd geht es in diesem Leben zu, versichert der Rezensent, der den Autor für einen der durchgeknalltesten Romanciers der USA hält. Robbins' Freude an der Collage teilt Blöchl ebenso wie dessen Neigung, immer beide Pole des Lebens zu sehen, Tragisches wie Schönes, Hässliches wie Schönes. Sprachlich findet der Rezensent Robbins' Darstellung der Entwicklung vom Journalisten zum anerkannten Autor, über Begegnungen und Abenteuer formvollendet klar, witzig und herzlich und von zeitloser Eleganz.
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