Aus dem Polnischen von Marlena Breuer. Wer weiß, ob es der namenlose Protagonist des Buches mit dem Alkohol zu weit getrieben hat. Oder träumt er? Eigentlich will er nur nach Hause zu Frau und Kindern - aber wie? Aus dem simplen Vorhaben wird eine geheimnisvolle, phantasmagorische Reise, durch Erinnerungen, durch die Katakomben der Stadt, durch schaurige Untergründe, auf der Suche nach einem geheimnisvollen Erbe.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.10.2016
Rezensent Gerhard Gnauck ist nicht zur Gänze überzeugt vom Prosadebüt des polnischen Dichters Tomasz Rozycki. Wie der Autor seine Familiengeschichte zwischen Galizien und Schlesien hier mit Anklängen an Bruno Schulz oder auch Kafka erzählt, scheint Gnauck des öfteren allzu durcheinander und langatmig, die grenzenlose Fabulierfreude Rozyckis in allen Ehren, meint er. Zwar wird die polnische Geschichte mit all ihrem Leid und Unglück sichtbar, erklärt Gnauck, sogar das Oderhochwasser von 1997 findet Eingang in den Text, doch insgesamt bleibt der Lesegenuss für den Rezensenten durchwachsen. Zumal die Übersetzung oft allzu eng am syntaktisch komplizierten Slawischen bleibt, wie Gnauck meint, und ein erläuternder Anhang im Buch leider fehlt.
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