Klappentext
Aus dem Amerikanischen von Matthias Schulz. Von der Kunst, in riesigen Dimensionen zu denken. Von der Kunst, extreme Träume zu verwirklichenVon der Kunst, Jahrhundertgeschäfte abzuschließenVon der Kunst, ein Milliardär zu werden Von der Kunst, der Präsident zu werden
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 22.02.2025
Ironisch-bissig lässt Rezensent Willi Winkler Donald Trumps Buch von 1987, nun in deutscher Übersetzung vorliegend, auflaufen. Denn was da alles steht, muss der Kritiker gar nicht kommentieren, scheint es, um es in seiner Lächerlichkeit hervortreten zu lassen. Das geht schon damit los, dass sich nach KI-Wortzählung auf den 385 Seiten ganze 2431 Mal das Wort "Ich" findet, und entsprechend geht es in dem Buch natürlich um nichts anderes als den Helden Trump und seine Errungenschaften, so Winkler: Während sein Vater noch Wohnraum für Familien mit mittlerem oder sogar niedrigem Einkommen bauen "musste", ist sein Sohn nun weise genug, sich "nur erstklassige Standorte" für seine Bauprojekte auszusuchen, wie Winkler Trump zitiert. Kein Wort natürlich über Trumps Weigerung gegen schwarze Mieterinnen und Mieter. Da geht es dann doch eher um all die wahnsinnig schönen, aber für die Ehe leider nicht geeigneten Frauen, denen der Held so begegnete, und, für den Kritiker besonders abstoßend: um Trumps Deals mit Russland, bei denen einst noch ein Hotelbau gegenüber des Kremls, heute ganze Länder auf dem Spiel stehen. Eine "episch-dramatische Erzählung", die genau das liefert, was man von Trump erwarten kann, vermittelt Winkler.