Perspektivisch komplexe Erzähltexte stellen die Literaturwissenschaft immer wieder vor eine schwierige Aufgabe. In dieser Arbeit wird daher das Phänomen der sogenannten "Multiperspektivität" auf der Grundlage narratologischer Erkenntnisse neu definiert und ein mehrteiliges Analysemodell für multiperspektivisch erzählte Texte entwickelt. Im Anschluss daran wird das Modell auf die Romane "Infanta" (1990) von Bodo Kirchhoff und "Melodien" (1993) von Helmut Krausser angewendet. Neben der Untersuchung der jeweiligen Textarchitektur ist hier die ästhetische Relevanz der Multiperspektivität für die beiden Gegenwartsromane von Bedeutung.
Heike Geißler: Michaela Kohlhaas "Das Rechtgefühl machte ihn zum Räuber und Mörder." So erzählt es Heinrich von Kleist in seiner gleichnamigen Novelle über den Pferdehändler Michael Kohlhaas, der nach erlittenem… Robert Seethaler: Die Straße Die Straße ist nicht im Zentrum der Stadt und nicht an ihrem Rand. Versteckt liegt sie irgendwo dazwischen. Kein Besucher würde sich dorthin verirren, und doch passiert in… Petra Morsbach: Orion Nora lernt bei einem Studentenjob ihren späteren Mann kennen, einen Archivar. Sie wird Lehrerin für Deutsch und Geschichte in einem oberbayerischen Gymnasium, zieht einen… Florian Illies: Träume aus Feuer Tauchen wir ein in die großen Träume eines großen Mannes: Johannes Kunckel ist ein Magier und Alchemist, der daran glaubt, Gold zaubern zu können. Der brandenburgische Kurfürst…