Paul Heyse, Nobelpreisträger für Literatur 1910, war einer der bekanntesten deutschen Schriftsteller im 19. Jahrhundert. Neben seinem umfangreichen novellistischen Werk galt sein vornehmliches Interesse der Kunst und Literatur Italiens. Die italienischen und deutschen Beiträger dieses Bandes gehen den aufschlussreichen Spuren nach, die diese intensive Beschäftigung hinterlassen hat. Aus methodisch wechselnder Perspektive werden Heyses Rolle als Literatur- und Kulturvermittler beschrieben, sein auf Italien bezogenes literarisches Werk - einschließlich der anspruchsvollen Nachdichtungen - analysiert und biografische Korrespondenzen vorgestellt...
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 23.03.2002
Kurz und knapp bespricht der Rezensent mit dem Kürzel "rh" einen Band über den 1914 verstorbenen Schriftsteller, Lyriker, Dramatiker und Essayisten Paul Heyse. Die Beiträge gehen auf ein deutsch-italienisches Symposium zurück, informiert der Rezensent, und behandeln nicht nur, wie der Titel vielleicht nahe legen könnte, das Schaffen des Nobelpreisträgers des Jahres 1910 im Spannungsfeld seiner Heimat Deutschland und seiner Wahlheimat Italien. Vielmehr wird auch, so "rh", Heyses Engagement für die Bildung der bayrischen Mädchen dargestellt oder den Spuren seiner jüdischen Abstammung im Gesamtwerk nachgeforscht.
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