Leuchtturmwärter! Muminpapa ist begeistert von der Stellenbeschreibung in der Zeitung, war es doch immer sein Traum, auf einer Insel zu leben und ein Buch über die Erhabenheit der See zu schreiben. So macht sich die unternehmungslustige Muminfamilie auf den Weg, um auf einem kleinen meerumtosten Eiland Quartier zu beziehen. Einmal angekommen, lässt das Abenteuer natürlich nicht lange auf sich warten. Tove Jansson hat ihre Mumintrolle nicht nur in reich illustrierten Kinderbüchern auftreten lassen, sondern auch in einem Comic-Strip, der in den Fünfzigerjahren für eine englische Zeitung entstand. Im neuesten Band der gesammelten "Mumins"-Strips finden sich fünf abgeschlossene Geschichten der Mumintrolle.
Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 24.12.2010
Völlig hingerissen zeigt sich Christian Gasser von Tove Janssons Mumin-Comics. Im Rahmen der deutschsprachigen Gesamtausgabe, die fünf Bände umfassen wird, liegen zu seiner Freunde nun mittlerweile der dritte Band der Comic-Strips vor, die in den 1950er Jahren weltweit in Zeitungen abgedruckt wurden. Gasser schwärmt von der Originalität der Figuren, ihrer liebevollen Ausarbeitung, dem Charme der Zeichnungen, der bezaubernden Mischung aus Realität und Phantasie. Und wie in den Büchern behandelt Jansson laut Gasser auch in den Comics auf ebenso witzige wie berührende Weise Themen wie Einsamkeit, Liebe, Freundschaft, Traurigkeit, Angst. Dabei scheinen sich ihm die Comics noch mehr an Erwachsene zu richten als die Bücher, schimmert hier hinter allem Witz doch oft eine melancholische Grundstimmung durch.
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