Der französische Armenarzt Louis Destouches (1894 -1961) wurde unter dem Pseudonym Celine weltberühmt. Aber zugleich ist er einer der umstrittensten Autoren des 20. Jahrhunderts: Seine rassistischen und antisemitischen Äußerungen haben ihn in Verruf gebracht. Diese Monografie beschreibt Leben und Werk eines Schriftstellers, dessen Leistung als kreativer Sprachschöpfer und Erneuerer der literarischen Formen noch immer unterschätzt wird.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.10.2008
Frank-Rutger Hausmann ruft zur Vorsicht auf. So dankenswert er die späte Aufnahme Celines in den Olymp der Rowohlt-Monografien auch findet, so lesbar und kenntnisreich ihm Ulf Geyersbachs Ausführungen auch erscheinen, so fragwürdig bleibt für ihn der Versuch, die "Doppelbödigkeit" dieses Autors mit Hilfe seiner eigenen Aussagen einzuebnen. Dabei, wundert sich Hausmann, arbeitet Geyersbach die kontroverse Gestalt Celines doch ganz ordentlich heraus. Wieso er auf eine eindeutige Aussage zu den antisemitischen Schriften Celines verzichtet und sie mit Bezugnahme auf dessen Romane und Briefe verharmlosend der Satire zurechnet, anstatt den Autor in der Traditionslinie der "poetes maudits" zu verorten, ist Hausmann ein Rätsel.
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