Aus dem Englischen von Niklas Fischer. Die ausgewählten Texte aus den Bänden "Abinger Harvest" (1936) und "Two Cheers for Democracy" (1951) sind eindringliche Plädoyers für Demokratie und Menschlichkeit. In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts prägen Antisemitismus und Rassismus gesellschaftliche Diskurse, nicht zuletzt zwei Weltkriege. In Forsters Augen ist die Kunst das einzige menschliche Produkt mit einer immanenten inneren Ordnung, das Halt in den Wirren der Zivilisation bieten kann. Forster plädiert für die Zuwendung zu den Künsten gerade in Zeiten von Kriegen und nationalistischen Tendenzen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 11.07.2024
Rezensent Hendrik Buchholz begrüßt die deutsche Veröffentlichung der Sammlung von 27 Reden und Essays des britischen Erfolgsautors E.M. Forster . Enthalten sind Texte zu Nutzen und Nachteil der Literaturkrtitik, politische Kommentare - etwa Forsters zu Beginn des Zweiten Weltkriegs verfasste verhaltene Eloge auf die Demokratie -, aber auch humorvolle Stücke wie ein fiktiver Briefwechsel mit dem britischen Seefahrer Madan Blanchard. Systematisch entwickelte, gänzlich neue Gedanken sind in der Textsammlung laut Buchholz nicht zu finden. Eher vermitteln sie ihm eine spezifische "Geisteshaltung", die ihm Forster als Menschen sichtbar macht und näher bringt. Auch die von Niklas Fischer besorgte Übersetzung ins Deutsche beurteilt der Rezensent als gelungen.
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