Siegen um jeden Preis, ohne Rücksicht auf Moral und Ehre: Höchste Zeit für einen Anwalt, der seinen Zenit überschritten hat, sich zu ändern. Die Chance bietet ein ungewöhnliches Mandat. Ein junger Roma ist querschnittsgelähmt, möglicherweise aufgrund eines ärztlichen Kunstfehlers. Er will gegen das verantwortliche Krankenhaus klagen. Der neue Klient lebt in einer Kumpanija mit eigenen Sitten und Regeln, die den Anwalt immer stärker in ihren Bann zieht. Bald bekommt auch er die Anfeindungen und den grenzenlosen Hass, den die Roma ausgesetzt sind, mit aller Brutalität zu spüren. Er wird durch einen fanatischen Zigeunerhasser lebensgefährlich verletzt und landet ausgerechnet im verklagten Krankenhaus ...
Scheint amüsant zu sein, was Ingeborg Harms da von Ulrich M. Hambitzer gelesen hat. Hinter dem rheinischen Regionalkrimi verbirgt sich laut Harms eine lustige David-und-Goliath-Story, in der ein Anarcho-Anwalt mit eigenwilligen Methoden mit ein paar bedrängten Roma sympathisiert und sie freiboxt. Originelles Personal, rasanter Handlungsverlauf samt ordentlicher Spannungssteigerung, lehrreiche Exkurse und ein romantischer Erzähler halten Harms bei der Stange.
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