Ulrich Schödlbauer (Hg.), Joachim Vahland (Hg.)

Das Ende der Kritik

Cover: Das Ende der Kritik
Walter de Gruyter Verlag, München 2018
ISBN 9783050074092
E-Book, 234 Seiten, 109,95 EUR

Klappentext

Das Buch analysiert das Ende des kritischen Intellektuellen. "Ende der Kritik" besagt zweierlei: erstens die im vergangenen Jahrzehnt offenkundig gewordene Erschöpfung linker wie rechter Gesellschafts- resp. Kulturkritik, zweitens - grundsätzlicher - das End- und Spielstadium des sich als Selbstaufklärung der Moderne, als Aufklärung in zweiter Potenz verstehenden Intellektualismus des 20. Jahrhunderts. Die Polemik dieses Buches verschmäht die Topoi der politisch-moralischen Intellektuellenschelte. Sie zielt auf das begrifflich-analytische Besteck, das in den Auseinandersetzungen der Intellektuellen zum Einsatz gelangte. Die Waffen sind stumpf geworden: hier liegt der entscheidende Grund für die Entkräftung intellektueller Kritik.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 29.06.2018

Christian Marty denkt mit dem von Ulrich Schödlbauer und Joachim Vahland herausgegebenen, erstmals 1997 erschienenem Sammelband über Intelektuellentypen nach und über die Rolle des Intellektuellen in unserer Zeit. "Ungemein konzise" erscheint ihm, wie die Autoren die Ansichten über das Geschäft des Intellektuellen durch die Zeiten verfolgen und zeigen, wie die jeweilige historische Lage bestimmte Intellektuellentypen hervorbringt. Über die Gegenwart macht Marty sich nach der Lektüre keine falschen Vorstellungen: Die heutige Diskussions-Kultur sei vor allem gehässig, geprägt durch Anschuldigungen und Empörungen, stellt er betrübt fest.

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