Constantin von Barloewen

Das Buch des Wissens

Gespräche mit den großen Geistern unserer Zeit
Cover: Das Buch des Wissens
Wilhelm Fink Verlag, München 2009
ISBN 9783770548781
Gebunden, 380 Seiten, 32,80 EUR

Klappentext

Wie schön wäre es, grundsätzliche Gespräche heute noch aufgezeichnet zu haben mit Thomas Mann, Andre Gide, Henry James, Marcel Proust, Walt Whitman So entstand die Vision einer interkulturellen Bibliothek, welche die großen Geister unserer Zeit für die Nachwelt speichern würde. Es wurden Protagonisten gewählt, die jeder auf seinem Gebiet das vergangene Jahrhundert wesentlich geprägt hatten, stets mit dem Blick auf das 21. Jahrhundert, in dem wir uns jetzt befinden. Sie sollten fachübergreifend denken, in der Kunst, der Literatur, der Musik, der Philosophie, den Religions- und Kulturwissenschaften, der Anthropologie, den Naturwissenschaften; sie sollten an die Ränder des Wissens vordringen und markante, prägende Gestalten der geistigen Welt sein, die großen Einfluss über Jahrzehnte ausübten und weiter ausüben. Gespräche mit Adonis, Boutros Boutros-Ghali, Erwin Chargaff, Regis Debray, Carlos Fuentes, Nadine Gordimer, Stephen Jay Gould, Samuel Huntington, Philip Johnson, Leszek Kolakowski, Julia Kristeva, Claude Levi-Strauss, Federico Mayor, Yehudi Menuhin, Czeslaw Milosz, Oscar Niemeyer, Amos Oz, Raimon Panikkar, Kardinal Paul Poupard, Ilya Prigogine, Arthur Schlesinger, Michel Serres, Wole Soyinka, Edward Teller, Tu Wie-Ming, Elie Wiesel.

Rezensionsnotiz zu Die Zeit, 11.02.2010

Als "Manifest der Stärke des Denkens, Schaffens und Fühlens", aber auch der Enttäuschungen über das Wenigerwerden von Demokratie in einer globalisierten Welt feiert Hans Jürgen Heinrichs diesen Band mit Antworten berühmter Zeitgenossen auf eine Frage, die ihnen vor zehn Jahren der Kulturanthropologe Constantin von Barloewen gestellt hat: "Haben Sie einen Wunsch für das neue Jahrtausend?" Gerade das Unbeeindrucktsein vom "alltäglichen Informationsstrom" macht für Heinrichs die Qualität und auch eine Art Ewigkeitswert dieses Gesprächsbuches aus. Neben berührenden Antworten, wie die von Claude Levi-Strauss oder Arthur Schlesinger, beeindruckt den Kritiker auch die intellektuelle Atmosphäre dieses Buchs, das Wagnis des Visionären, das viel der Befragten eingegangen sind. Und die "nie nachlassende Dringlichkeit", mit der von Barloewen dem Kritiker zufolge auf der Bedeutung eines humanen, unmaterialistischen Weltbildes beharrt.

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