Beiträge von Ralf Dahrendorf, Wolfgang Sofsky, Gerhard Schulze, Dunja Melcic, Ramin Jahanbegloo, Rainer Hank, Detmar Doering, Michael Miersch, Peter Nadas, Peter Esterhazy, Ian Buruma, Necla Kelek, Ulrike Ackermann, Andre Glucksmann, Matthias Rüb. Freiheit als Grundwert des Zusammenlebens ist uns so selbstverständlich geworden, daß wir gar nicht mehr bemerken, wo sie in Frage gestellt ist oder bereits außer Kraft gesetzt zu werden droht. Die von Ulrike Ackermann hier versammelten Autoren der vorliegenden Anthologie zeigen je auf eigene Weise, wie unser Selbstverständnis und die Realität auseinander klaffen. Damit geben sie auch ein leidenschaftliches Plädoyer für die Rückbesinnung auf jenen Wert, der nicht zufällig unter den Schlagworten der Französischen Revolution an erster Stelle steht und auf dem die westliche Gesellschaft seither basiert: Freiheit, dann Gleichheit und Brüderlichkeit.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 04.07.2007
Nicht alle Aufsätze in dieser von Ulrike Ackermann herausgegebenen Sammlung "Welche Freiheit" interessieren die Rezensentin Angela Gutzeit. Nach Ansicht der Herausgeberin sei es aus zwei Gründen nötig, sich mit dem Freiheitsbegriff zu beschäftigen, wie die Rezensentin rekapituliert: Einerseits sei der Freiheitsbegriff zu stark mit dem Gedanken sozialer Sicherheit verknüpft, andererseits sei die Freiheit durch ein Übermaß an Toleranz gegenüber Fundamentalisten gefährdet. Die Beiträge der Aufsatzsammlung folgen mit unterschiedlichen Meinungen diesen Themenschwerpunkten, allerdings bestehen sie leider nur in der Wiederholung altbekannter Thesen, bemängelt die Rezensentin. Originalität entdeckt Gutzeit allein in den Beiträgen Wolfgang Sofskys, Ralf Dahrendorfs und Gerhard Schulzes, die sich mit klugen Gedanken den wirklich aktuellen Strömungen des geisteswissenschaftlichen Diskurses widmeten.
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