Ulrike Braun, Johannes Heesch

Orte erinnern

Spuren des NS-Terrors in Berlin. Ein Wegweiser
Cover: Orte erinnern
Nicolai Verlag, Berlin 2003
ISBN 9783875842845
Kartoniert, 236 Seiten, 12,90 EUR

Klappentext

Mit 47 Abbildungen. Berlin war im »Dritten Reich« nicht nur Sitz der Reichsregierung und nahezu aller Spitzen des Staates, der Verwaltung, der Justiz und der Wehrmacht, sondern auch der Führung von Partei, SS, SD und Gestapo und damit aller Institutionen, welche die Verbrechen des Nationalsozialismus geplant, organisiert und durchgeführt haben. In der Stadt gibt es eine große Zahl von Orten der Erinnerung - Erinnerung an die Opfer des Unrechtsstaates wie auch an diejenigen, die sich als Täter oder auch als Institutionen im Namen dieses Staates schuldig gemacht haben. Dieser Wegweiser führt zu Orten des NS-Terrors, an denen Menschen eingeschüchtert, diskriminiert, entrechtet und ermordet wurden.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 14.02.2004

"Mehr als einen Fremdenführer ganz eigener Art" sieht der "ces." zeichnende Rezensent in Johannes Heeschs und Ulrike Brauns Wegweiser "Orte erinnern. Spuren des NS-Terrors in Berlin", der einen Überblick über eine ganze Reihe kleinerer Erinnerungsorte an den NS-Terror gibt. Wie der Rezensent berichtet, stellt das Buch in Text und in "ausdrucksstarken" Fotografien von Erik-Jan Ouwerkerk 34 Stätten vor, die einem größeren Publikum weniger bekannt sind: etwa die in die Stufen des U-Bahnhofes Hausvogteiplatz eingelassenen Inschriften zur Erinnerung an das jüdisch geprägte einstige Zentrum der Modebranche oder die Spiegelwand in Steglitz mit den Namen von 1723 in die Vernichtungslager deportierten Berliner Juden. Aber auch die bekannten Institutionen wie das Jüdische Museum würden gewürdigt. Der Rezensent hebt hervor, dass die Zusammenschau der Orte nicht nur Unterschiede der Erinnerungskultur zwischen dem Ostteil der Stadt und Westberlin verdeutlicht, sondern auch, dass viele Projekte erst in der letzten Dekade begonnen wurden.

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