Umberto Ecos reich illustriertes Buch zur großen Louvre-Ausstellung "Die unendliche Liste". Anhand der abendländischen Kunstgeschichte und Literatur zeigt der bekannteste zeitgenössische Kulturtheoretiker aus Italien, wie die Geschichte der westlichen Kultur von der Vorliebe für Sammlungen geprägt ist: ob in Tierbüchern, überirdischen Engels- und höllischen Teufelsregistern oder Natursammlungen, ob in Homer und Joyce, in der Kunst von Bosch oder in Borges' Bibliothek von Babel. Eco analysiert, wie sich die Vorstellung von Katalogen gewandelt hat und wie diese, von einem Jahrhundert zum nächsten, den Zeitgeist auszudrücken vermögen.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 08.12.2009
Harald Eggebrecht hat den Taumel nicht gescheut, in den ihn die große Unendlichkeit des Weltwissens reißen würde und sich von Umberto Ecos Kompendium gleich dreifach begeistern lassen. Zunächst hat sich Eggebrecht von Eco einen großen, aber offenbar doch imposanten Überblick geben lassen über all die Listen, Kataloge, Archive, Museen, Arsenale und Register, die bisher in der Weltgeschichte so angefertigt wurden. Dann hat eine Reihe wunderbarer Beispiele gelesen, in denen literarische Listen von Homer bis Pynchon gewürdigt werden. Hier wurde dem Rezensenten klar, welch heroische, aber vergebliche Versuche, das verschwinden und Vergessen aufzuhalten, Listen sind. Schließlich hat er Eco den Rezensenten noch mit einer grandiosen Sammlung von Bildern entzückt, die das Buch zu einer wahren "Wunder-und Schatzkammer" machen.
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