Herausgegeben und mit einem Nachwort von Katrin Hillgruber. Paris kannte Undine Gruenter wie wenig andere. Sie folgt in ihren Erzählungen den Menschen in Restaurants und Cafes, in Metrostationen und Hotelzimmer und beobachtet ihre erotischen Verwicklungen, ihre Trennungen und Versöhnungen. Geschichten voller Atmosphäre und Poesie und zugleich eine wunderbare Liebeserklärung an die Stadt, in der Undine Gruenter lange gelebt hat.
Rezensionsnotiz zu
Die Zeit, 13.10.2005
Um im neuen Buch von Undine Gruenter nicht "die Orientierung" zu verlieren, muss der Leser so "frankophil und belesen" sein wie die Autorin selbst, meint Rezensentin Gisela von Wysocki. In den 25 Prosatexten, die jetzt in einer Sammlung herausgegeben wurden, beschreibt Gruenter "wort- und nuancenreich", was sie auf ihren "Streifzügen" durch die Pariser Unterwelt entdeckt hat. Von Katakomben ist die Rede, Kellerräumen und verlassenen Zirkuszelten, und die Autorin macht durch ihre "anregenden" Beschreibungen deutlich, wie leicht der Einzelne an dieser "Dingwelt" scheitern kann. Diese "Gefühlstiefe" der Texte hat die Rezensentin von Gruenter, einer Vertreterin der literarischen "Clairvoyance", nicht erwartet, findet aber schnell eine Begründung dafür: Vermutlich nähere sich die Autorin ihrer Lieblingsstadt mit einer gewissen "Verzückung".
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