"Ich hatte zwei Schalen Champagner getrunken, und alles, was sich vor meinen Augen abspielte, erschien mir tief bedeutsam und wesenhaft" (F. Scott Fitzgerald). Inspirierend für den Schriftsteller, der im Kopf eigene Welten entstehen lässt. Fatal für den, den der Alkohol schließlich beherrscht. Heitere, komische, tragische, melancholische Geschichten von großer Spannweite. Von Roald Dahl, Joseph Roth, Hans Fallada, Benedict Wells, Amélie Nothomb, Jakob Arjouni, Connie Palmen u.a. Gefolgt von einem Plädoyer für die Nüchternheit. Mit einer Exklusivgeschichte von Martin Walker.
Rezensionsnotiz zu
Deutschlandfunk Kultur, 31.12.2019
Daniel Haas findet den von Ursula Baumhauer zusammengestellten Band anregend. Über Alkohol und Rausch als Kulturtechniken erfährt er Abschreckendes und Inspirierendes gleichermaßen. Die 14 Prosastücke von Roald Dahl über Jörg Fauser bis Joseph Roth erzählen ihm mal nüchtern, mal satirisch vom großen Rausch, von der Überschreitung zum Pathologischen wie von der visionären Seite des Alkohols. Die ergänzenden Reflexionen im Band über Champagner und das Wesen der Sucht findet Haas ebenfalls lesenswert.
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