Das Buch befasst sich mit Existenzbedingungen und Identitätssuche der arabisch-palästinensischen Bevölkerung in Israel - einer Minorität, die eigentlich auch außerhalb des Nahen Ostens Beachtung verdiente, von der jedoch bis in die jüngste Zeit wenig Notiz genommen wurde. Erst seit Beginn der 1990-er Jahre wuchs mit den Veränderungen der jüdisch-arabischen Beziehungen das Interesse an der palästinensischen Bevölkerung in Israel und diesem Interesse wird auch das von Uta Klein herausgegebene Buch gerecht. Es enthält Beiträge von namhaften Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen aus Deutschland und (mehrheitlich) aus Israel, in denen Diskriminierung und Benachteiligung der arabisch-palästinensischen Minderheit durch israelische Behörden analysiert und ihre Wirkung auf das Selbstbewusstsein der Betroffenen beschrieben werden.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 03.11.2003
Dietrich Thränhardt hat diesen Sammelband, der vornehmlich die deutsche Übersetzung des Berichts israelischer Wissenschaftler nach den palästinensischen Unruhen 2000 in Israel enthält, mit großem Interesse und mit Zustimmung gelesen. "Systematisch" belege der Bericht die Benachteiligung der palästinensischen Bevölkerung in Israel und richte auf Grund dieser Erkenntnisse "dringliche Forderungen" an den israelischen Staat, schreibt der Rezensent. Er hält die "klare Sprache" des Buches für ein "ermutigendes Zeichen für die Kritikfähigkeit", die in Israel anzutreffen ist. Als Kernproblem definieren die Autoren die Besiedelungspolitik des israelischen Staates, aber ebenso problematisch finden sie die Bildungspolitik und die Definition Israels aus einer rein jüdischen Tradition heraus, die alle Nichtjuden ausschließt, fasst Thränhardt zusammen. Er kritisiert an dem Band lediglich, dass er das Gesundheitssystem ausschließt, da zumindest hier bereits positive Ansätze zu verzeichnen sind. Ansonsten aber lobt der Rezensent dieses Buch als "wichtigen Beitrag", die schwierige Situation des Landes auch außerhalb Israels präsent zu halten.
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