Ute Cohen

Der Geschmack der Freiheit

Eine Geschichte der Kulinarik
Cover: Der Geschmack der Freiheit
Reclam Verlag, Stuttgart 2024
ISBN 9783150114797
Gebunden, 272 Seiten, 24,00 EUR

Klappentext

Mit der Erfindung des Restaurants wandelte sich das Kochen vom bloßen Sattmachen zu einer Kunst - ausgerechnet im Umfeld der Französischen Revolution begannen experimentierfreudige Köpfe, um die hungrigen Gäste zu wetteifern und einander mit köstlichen Kreationen zu übertreffen. Das Essengehen ist aus unserer heutigen Welt nicht mehr wegzudenken und hat uns immer neue Formen der Zubereitung und auch der sinnlichen Wahrnehmung gelehrt - von der Opulenz des 18. Jahrhunderts bis zur Molekularküche.

Rezensionsnotiz zu Deutschlandfunk Kultur, 28.11.2024

Rezensent Michael Opitz lässt sich gern von der Linguistin Ute Cohen mit auf einen Streifzug durch die Geschichte der Kulinarik seit dem 18. Jahrhundert nehmen. Natürlich spielt hier Marie-Antoinette, die die "Magenfrage" den Kopf kostete, eine Rolle. Aber auch über das erste öffentliche Restaurant, eröffnet im Jahr 1766 in Paris, über das "bewusst frugale Speisen" des Bürgertums im 18. Jahrhundert oder über Spitzenköche wie Auguste Escoffier, den Erfinder des Pfirsich Melba, erfährt Opitz hier. Nur das Politische spart das Buch weitgehend aus, moniert der Rezensent.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 10.09.2024

Rezensent Daniel Damler möchte Ute Cohens "Geschichte der Kulinarik" trotz einiger Defizite weiterempfehlen. Das Jahr 1800 und seine Bedeutung für die Gastronomie kann die Autorin in Anekdoten und Geschichten rund um Kartoffel, Kaffee, Dinergänge, Prousts Madeleines, die Gabel oder Konzepte wie das futuristische Huhn farbig vermitteln, meint Damler. Wer sich noch nicht so gut auskennt mit der Gastronomie liest all das mit Gewinn, verspricht er. Der Leser muss allerdings ohne sinnvolle Ordnung des reichen Stoffes zurechtkommen, ohne Literaturverzeichnis und hilfreiche Anmerkungen. Dass die aufgeworfene Frage nach dem Verhältnis von Geschmack und Freiheit im Buch nicht weiter behandelt wird, bedauert Damler auch sehr.

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