Bert Gamerschlag, Vincent Moissonnier

Ein Tisch am Fenster

Geschichten aus einem besonderen Restaurant
Cover: Ein Tisch am Fenster
Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2025
ISBN 9783462006247
Gebunden, 336 Seiten, 25,00 EUR

Klappentext

Seit bald vierzig Jahren stehen sich zur Mittagszeit in einer unscheinbaren Kölner Straße Menschen die Füße platt, lugen durch ein verhangenes Schaufenster und warten darauf, an einen zauberhaften Ort vorgelassen zu werden. Das "Le Moissonnier" ist ein in vielerlei Hinsicht ungewöhnliches Sternerestaurant und zugleich der Schauplatz so unzähliger wie unwahrscheinlicher Geschichten.Seine eigentliche Geschichte beginnt Anfang der achtziger Jahre, als Vincent und Liliane, beide aus Frankreich stammend und Berufseinsteiger im Gastronomiegewerbe, sich in Berlin über den Weg laufen. Im Nu nimmt eine Liebesgeschichte ihren Lauf und führt nach weiteren Lehrjahren und einem Umzug nach Köln zur Gründung eines eigenen Bistros. Dieses Buch erzählt von einer bescheidenen Idee und den Hürden einer Existenzgründung in der Fremde, von den Mühen des Aufstiegs und vom Zauber des Erfolgs. Wir lesen von auffälligen und unauffälligen Gästen, von den abenteuerlichsten Seiten der Arbeit mit Menschen in der Gastronomie und von den Grundlagen der gehobenen Küche. Denn das Buch macht auch vor der Schwingtür zum Allerheiligsten nicht halt: mit einer verblüffenden Offenheit berichtet es von der raffinierten und dabei zutiefst sinnlichen Arbeit einer Sterneküche. Ein Buch, das Genuss und Geschmack erfahrbar macht, das die wunderlichsten Gestalten zum Leben erweckt und einen besonderen Ort zum Strahlen bringt.   

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 14.06.2025

Ein wundervolles Buch über ein reiches Leben hat Vincent Moissonnier laut Rezensent Jakob Strobel y Serra da geschrieben. Moissonnier betrieb bis 2023 in Köln ein viel gelobtes Feinschmeckerlokal, sein Buch verbindet, so Strobel y Serra, Detailwissen über den Betrieb einer solchen Gaststätte, inklusive eines ganzen Kapitels über die Zubereitung von Fonds, mit Anekdoten über die Gäste, bei denen es sich teilweise um ältere Herren handelt, die auf Schalentiergerichte und junge Frauen stehen. Außerdem lernt der Rezensent viel über das Leben Moissonniers, der sich nach unsteten jungen Jahren in Berlin und später Köln zum Spitzengastronom hocharbeitete, unterstützt von seiner Frau Liliane. Ein tolles Buch für alle, die gutes Essen schätzen und zu leben verstehen, schließt die einigermaßen enthusiastische Besprechung.

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