Nochmals radikaler als in seinen vorangegangenen Büchern geht Uwe Kolbe in seinen neuen Gedichten aufs Ganze unserer Existenz. Dass wir dieses Ganze als Widerspruch, Zweisamkeit als Entzweiung erleben, zeigen vor allem die so leidenschaftlichen wie reflektierten Liebesgedichte des Bandes. In immer neuen Anläufen zielen Kolbes "Gegenreden" auf die Liebe als dem "Rätsel der fremdesten Nähe" und wechseln souverän zwischen hohem Ton und Ausgelassenheit ihre sprachlichen Register.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Rundschau, 28.05.2015
Mit dem Zeh in den Sand schreiben möchte Jürgen Verdofsky die Verse von Uwe Kolbe. So einfallsreich, wegessicher, singulär und unaufgeregt scheint ihm der Dichter in diesem Band. Da geht es um Liebe, lebensnahe Dinge, die Kolbe gut auch ins Mythische ziehen kann, wie der Rezensent merkt. Insgesamt scheint ihm Kolbe hier weiter der melancholisch gefärbten Aufklärung treu zu bleiben, den schweren Wegen, auch wenn er sich vom eigenen Leben hin zum Exempel bewegt in diesen Texten, meint Verdofsky.
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