Ab 1. Januar 2002 gilt in zwölf europäischen Ländern eine einheitliche Währung, der Euro. Diesem einschneidenden Ereignis ist die vorliegende Sammlung gewidmet: Zehn international bekannte Autoren wie u. a. Michel Tournier, Martin Walser und Leon de Winter nehmen Abschied von ihrer vertrauten Landeswährung - in persönlichen Erinnerungen oder historischen Reflexionen, teils amüsant-ironisch, teils heiter-nostalgisch...
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 05.11.2001
Elf Schriftsteller aus elf verschiedenen Ländern verabschieden sich von ihrer Währung und sehen dem Euro mit unterschiedlichen Gefühlen entgegen, schreibt Horst Dohm. Die kurzen Aufsätze sind vor nicht langer Zeit im Feuilleton der Tageszeitung "Die Welt" erschienen und nun von Uwe Wittstock in einem schmalen Band zusammengetragen worden. Den Leser erwartet hier Verschiedenes, berichtet der Rezensent, denn jeder Schriftsteller versuche, seinem Nekrolog über vertraute Münzen und Scheine eine besondere Note zu erteilen. Und so gibt es sentimentale Geschichten, polemische Ausführungen, manche Albernheiten, aber auch ernste Gedanken zum Thema, findet Dohm.
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