Vea Kaiser

Makarionissi oder Die Insel der Seligen

Roman
Cover: Makarionissi oder Die Insel der Seligen
Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2015
ISBN 9783462047424
Gebunden, 464 Seiten, 19,99 EUR

Klappentext

Von Griechenland bis in die österreichische Provinz. Von den Fünfzigerjahren bis in die Gegenwart. In ihrem neuen Roman erzählt Vea Kaiser von einer unvergesslichen Familie, die auseinandergerissen wird, um zusammenzufinden. Alles beginnt mit einem vom Krieg entzweiten Dorf an der griechisch-albanischen Grenze. Mit Yiayia Maria, einer Großmutter und Kupplerin par excellence, die keine Intrige scheut, um den Fortbestand ihrer Familie zu sichern. Und mit der klugen, sturen und streitbaren Eleni und ihrem Cousin Lefti, der sich nichts sehnlicher wünscht als Frieden. Doch dann deutet Yiayia Maria die Zeichen falsch und stürzt damit gleich mehrere Generationen ihrer Familie ins Unglück.

Rezensionsnotiz zu Süddeutsche Zeitung, 05.08.2015

Christoph Schröder sollte gewarnt sein vom Auftreten der Autorin als Alleskönnerin. Vea Kaisers neuer Roman bietet dem Rezensenten denn auch das ganze 20. Jahrhundert mit seinen großen Themen: Krieg, Heimatlosigkeit, Migration, Identitätsverlust, alles gespiegelt in einigen ausgewählten Lebensläufen, wie Schröder schreibt. Leider allerdings fehlt die dazu passende Vielfalt im Stil, meint Schröder. Die Autorin beherrscht genau eine, die gottgleiche Perspektive, und genau einen Tonfall, den des Märchens. "Buttercremeprosa", findet Schröder, die alle Brüche und Fragen einfach zukleistert.

Rezensionsnotiz zu Neue Zürcher Zeitung, 15.07.2015

Ingeborg Waldinger findet E- und U-Literatur aufs Schönste miteinander verwoben in Vea Kaisers 500-Seiten-Familiensaga, die weder vor der Generation iPhone noch vor griechischen Mythen Scheu hat und alles in ein modernes Epos verwandelt, das es der Rezensentin angetan hat. Ein Haufen Lebenswege, ausgehend von einem fiktiven Eiland in der Ägäis führen Waldinger zu Themen wie Migration, Strukturwandel, Selbstfindung und entwickeln einen Sog, dem sich die Rezensentin nicht entziehen mag. Die Fabulierlust der Autorin scheint ihr bemerkenswert, und bemerkenswert gut gelingt die Balance zwischen Mythos und Wirklichkeit, findet Waldinger.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.05.2015

Mit ihrem zweiten Roman "Makarionissi oder Die Insel der Seligen" versucht die österreichische Autorin Vea Kaiser an den Erfolg ihres Debütromans anzuknüpfen, glaubt Rezensentin Dana Buchzik: Cover und Titel sind üppig, die Handlung dreht sich abermals um eine Hauptfigur, die gegen ihr heimisches Bergdorf aufbegehrt. Und doch befürchtet die Kritikerin: Kaiser ist auf dem besten Wege, die "Helene Fischer der Literatur" zu werden. Denn die Geschichte um die an der griechisch-albanischen Grenze aufgewachsene Eleni, die nach einigen jugendlichen Emanzipationsversuchen zur Heirat mit ihrem gutherzig-chauvinistischen Cousin Lefti gezwungen wird, mit ihm schließlich im Hildesheim der siebziger Jahre lebt, um schlussendlich eine Liebe zu finden, ist von derart "putziger Beschaulichkeit", dass die Rezensentin die Suche nach dem doppelten Boden bald verzweifelt aufgibt.
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