Rezensionsnotiz zu
Neue Zürcher Zeitung, 13.09.2003
Voller Anerkennung nennt der mit "A. Kl." zeichnende Rezensent diesen "autobiografisch eingefärbten" Roman einen "schwedischen Frauenklassiker". Denn wie Victoria Benedictsson selbst heiratet auch ihre Protagonistin einen älteren - und ungeliebten - Mann, um dem Elternhaus zu entfliehen, und erfährt, dass unter solchen Umständen vollzogener "ehelicher Geschlechtsverkehr nicht besser ist als Prostitution und Vergewaltigung". Mit ihrem "energischen Plädoyer für die Scheidung" folgte Benedictsson im Jahr 1885 Henrik Ibsens kurz zuvor erschienenes Stück "Ein Puppenheim". Gut, so der Rezensent, dass nun erstmals eine "ungekürzte" deutsche Fassung erschienen ist, denn der damalige, zeitgenössische Übersetzer habe sich sogar erdreistet, dem Roman, "entgegen der Vorlage", ein "glückliches Ende" zu geben.
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