Herausgegeben von Bärbel Beinhauer-Köhler, Bernadette Schwarz-Boenneke und Mirko Roth. Schulen, Universitäten, Krankenhäuser, Flughäfen - immer mehr Institutionen richten Gebets- und Besinnungsräume für Menschen verschiedener Religionen ein. Damit kommen sie einem wachsenden Bedürfnis unserer weltanschaulich vielfältigen Gesellschaft nach. Wer selbst einen derartigen Raum gestalten will, muss einige Fragen klären: Wer ist für die Konzeption und spätere Betreuung verantwortlich? Soll ein einzelner Raum für viele geschaffen werden oder sollen mehrere konfessionell getrennte Bereiche in einem gemeinsamen aus entstehen? Wie wird der Ort symbolisch ausgestaltet? Wer darf den Raum zu welchem Zweck nutzen, und wie kann man sich auf gemeinsame Regeln einigen? Die Autorinnen und Autoren dieses Bandes spiegeln unterschiedliche Perspektiven auf das Thema: Vertreter aus Soziologie, Religionswissenschaft und Christlicher Archäologie kommen hier ebenso zu Wort wie Architekten, Pfarrer und Träger bereits bestehender Institutionen.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 09.06.2015
Robert Kaltenbrunner ist neugierig, ob die Herausgeber dieses Sammelbandes und ihre Beiträger, Soziologen, Architekten und Pfarrer, die Frage beantworten können, was konfessionsübergreifende Räume der Stille dem Gläubigen bieten und wie sie gestaltet sein sollten. Instruktiv scheint dem Rezensenten, dass die Texte im Band verschiedene Perspektiven einnehmen, um das Miteinander der Religionen im öffentlichen Raum anhand von Fallbeispielen (Haus der Religionen in Bern, Haus der Stille an der Frankfurter Uni etc.) zu untersuchen. Multireligiöses Miteinander gelingt demnach laut Rezensent mit durchdachter Architektur und einem "hohen Abstraktionsgrad".
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