Aus dem Slowenischen von Aleksander Studen-Kirchner. Mit einem Nachwort von Alenka Koron. Der in den späten 1930er Jahren entstandene, provokante Roman eines der abenteuerlichsten slowenischen Autoren. "Die ungewöhnliche Erzählung über die Hass-Liebe-Beziehung zwischen einem Gymnasialprofessor und seinem Schüler knapp vor Ausbruch des Zweiten Weltkriegs stellte bei ihrer Erstveröffentlichung 1972 zusammen mit dem abenteuerlichen Lebensweg ihres Autors eine extravagante Sensation innerhalb der slowenischen Literatur- und Kulturszene dar. Eine Handlung im eigentlichen Sinn gibt es kaum, auch der gesellschaftliche und historische Kontext sind lediglich skizziert. Im Verhältnis zu seinem unkonventionellen Alter Ego entfaltet sich das aufgewühlte Innenleben des Protagonisten nach und nach zu einer wild wuchernden Trinkerphantasmagorie und mündet in den hilflosen Versuch, aus der kleinbürgerlichen Beengtheit auszusteigen, der aber keine rechten Resultate zeitigt und auch nicht zeitigen kann." (Aus dem Nachwort von Alenka Koron)
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 15.11.2013
Wie es im eigenen Schädel aussehen könnte, ganz sicher aber, wie eine Liebeserklärung an die Unzurechnungsfähigkeit aussieht, erfährt Elmar Schenkel mit diesem in den 30er Jahren entstandenen Buch, das Roman zu nennen er sich fast nicht traut. Zu arg torpediert der aus Ljubljana stammende Autor Vitomil Zupan das Genre mit Autobiografischem, Assoziativem, Rhythmischem und Lyrik. Darüber hinaus verdreht Zupan dem Rezensenten mit der Spiegelbildlichkeit von Erzähler und erzählter Figur den Kopf und lässt auch mal Dostojewski und Strindberg in einem von Sprit und Parfüm befeuerten Rededuell gegeneinander antreten. Dafür, dass es eine derartig überraschende Entdeckung im Bereich der Erzählkunst überhaupt noch zu machen gibt, ist der Rezensent dem Verlag dankbar.
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