Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 07.08.2001
Weder ein politisches noch ein Sachbuch und schon gar keinen Reiseführer kann der Rezensent in diesem Band erkennen. Dennoch ist Rezensent Ray Brandon glücklich geworden mit diesem "leicht zugänglichen Werk über die Ukraine", das ihn von Form und Geist her an Döblins "Reise in Polen" erinnert, "wenn auch auf viel kleinerer Leinwand." Was ist gemeint? Was taugt hier als "Einführung in den Alltag der Ukraine"? Unzweifelhaft der soziologische Blick auf die Menschen. Nach der Lektüre weiß Brandon etwas besser, wie es ihnen geht, was eine Bauernfamilie am Dnjepr umtreibt, er hat einen seltenen Blick einmal über Tschernobyl hinaus erhalten oder etwas über Fragen der Makroökonomie erfahren. Was Brandon sieht, allerdings, ist düster: Einen Fatalismus sieht er und eine Trägheit, die er für die schwierige Lage der Ukraine verantwortlich macht.
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