Der Band vereinigt die Beiträge zu der internationalen Tagung "Alte Geschichte zwischen Wissenschaft und Politik", die vom 4. bis zum 6. April 2008 zum Gedenken an den kurz zuvor verstorbenen angesehenen Marburger Althistoriker Karl Christ veranstaltet wurde. Die Tagungsbeiträge folgen dem von Christ im Fach Alte Geschichte seit den 1970er Jahren etablierten wissenschaftsgeschichtlichen Ansatz. Einerseits werden aktuelle rezeptionsgeschichtliche Themen wie z.B. "Wie lange wollen wir noch mit Alexander dem Großen siegen?", "Antiker Sklavenhandel - Moderner Menschenhandel" oder "Das Liviabild im Wandel" behandelt. Andererseits geht es um die Weiterentwicklung moderner Wissenschaftlergeschichte gerade auch unter politischem Aspekt. Der Tagungsband dokumentiert den aktuellen Status althistorischer Wissenschafts- und Rezeptionsgeschichte, die innerhalb der Geschichtswissenschaft eine Vorreiterrolle einnimmt.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.08.2009
Den mit diesem Band geehrten Marburger Althistoriker Karl Christ kennzeichnet Uwe Walter als Pionier der historischen Untersuchung der eigenen Disziplin. Die Entwicklung des Faches als Geschichte seiner Vertreter und ihrer Werke - dieses von Christ geprägte Selbstverständnis sieht Walter im vorliegenden Gedenkband fruchtbar geworden und von Christs Schülern weiterentwickelt zur Geschichte auch der Diskurse und Institutionen und der Vorstellungen vom antiken Forschungsgegenstand. So erfährt der Rezensent Neues zu Johann Gustav Droysen (von Wilfried Nippel), kann Radiomanuskripte Arnaldo Momiglianos studieren (bereitgestellt von Leandro Polverini) und eine "brillante Synkrisis" von Hermann Bengtson und Alfred Heuß (Stefan Rebenich).
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