Ausgehend von seiner eigenen Forschung an wilden Affen berichtetVolker Sommer über Themen, die auch uns Menschen betreffen überTraditionspflege, Artgenossentötung und Kinderaufzucht ebenso wieüber Eigennutz, Partnertreue, die Frage nach dem Sinn von Leiden und das unglückliche Konzept der "Rassen". In gewohnt provokantem Stilpräsentiert er sich dabei als radikaler Evolutionist, der sich selbstund seine Mitmenschen als "Affenmenschen" begreift. Das freilich istfür Sommer ein Kompliment. Und eröffnet uns zugleich die Chance,andere Lebewesen mehr schätzen zu lernen nämlich als natürliche Verwandte.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 26.03.2008
Manuela Lenzen hat Volker Sommers Exkursionen in die Evolutionsbiologie mit gespannter Aufmerksamkeit gelesen. Und auch wenn sie betont, dass der Professor für evolutionäre Anthropologe mit seinen Thesen nichts radikal Neues verbreitet, so findet sie das Buch schon allein deshalb so lesenswert, weil es durch Genauigkeit und "Sprachwitz" besticht, wie sie lobt. Sommer, der sich selbst als "Kulturzoologe" versteht, untersucht Verhaltensweisen von Primaten, denen er nachdrücklich "Kultur" zuspricht", und nimmt dabei für das menschliche Zusammenleben relevante Themen wie Kinderaufzucht, Partnertreue oder das Töten von Artgenossen unter die Lupe, erklärt die Rezensentin. Dabei bleibe er seiner sich auf Darwin berufenden Grundvorstellung vom "steten Wandel" der Lebewesen treu und betone, dass es einen "radikalen Bruch", der gern zwischen Menschen und Tieren gesehen wird, nicht gebe, so Lenzen zustimmend.
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