Von wegen nix zu machen

Werkzeugkiste für Weltverbesserer
Cover: Von wegen nix zu machen
Kiepenheuer und Witsch Verlag, Köln 2007
ISBN 9783462037951
Kartoniert, 189 Seiten, 7,95 EUR

Klappentext

Von Jürgen Becker, Franz Meurer und Martin Stankowski. "Du bist Deutschland - ich bin einkaufen". Klar. Doch wie kann man über seinen Alltagskram hinaus etwas bewirken? Kann unsere Gesellschaft es sich wirklich leisten, Menschen mit 50, 60, 70 Jahren Lebenserfahrung den ganzen Tag "»Mensch ärgere dich nicht" spielen zu lassen? Darf es sein, dass viele Kinder noch nie im Zoo waren? Dass Studiengebühren bis in die "Unterschicht" durchschlagen - der Meister sagt: "In meinem Betrieb kann man jetzt auch ohne Hauptschulabschluss etwas werden, bei mir haben alle Lehrlinge Abitur". Der Friedensnobelpreis ging 2006 an die Grameen-Bank, die Kleinkredite an Frauen in der Dritten Welt vergibt und damit Tausenden eine Existenzgründung ermöglicht. Hier hatte jemand eine geniale Idee. Kein Politiker, kein Entwicklungshelfer, keine Mutter Teresa, sondern ein Bankkaufmann. Solche Ideen liegen in der Luft. Oft klein, unscheinbar, aber auch leicht umzusetzen. Dieses Buch soll Lust machen auf kleine Revolutionen. Nicht aus karitativen Erwägungen heraus, sondern mit der ganz egoistischen Erkenntnis, dass Glück und Zufriedenheit entstehen, wenn man für andere wichtig ist.

Rezensionsnotiz zu Frankfurter Rundschau, 18.04.2007

Als "Werkzeugkasten" für Weltverbesserer preist Rezensent Alexander Jürgs die von den Autoren gesammelten Ideen oder bereits vorhandenen Initiativen. Geradezu "ansteckend" sei der Elan, mit dem hier für eine Strategie der kleinen Schritte gefochten werde, und das keineswegs unter dem Feigenblatt eines schlecht gelaunten "Gutmenschentums". Die Autoren verstünden ihre Initiative vielmehr als gesunden, da weiter denkenden Egoismus. Von Köln, dem Ort der wöchentlichen Stammtische der Autoren, bis zur Schweiz würden bisher kaum bekannte Projekte vorgestellt. Besonders interessant findet der Rezensent eine "Win-win"-Lösung für Kölner Studenten, die bei ihrer Wohnungssuche als Untermieter von Senioren vermittelt würden, gegen Hilfen beim Einkaufen oder auch nur gelegentliche Schachpartien. Mit diesem Buch an der Hand, so ein enthusiasmierter Rezensent, habe nun jeder die Möglichkeit, einfach mal "die Welt zu retten".
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