Aus dem Englischen von Ursula Held, Heike Maillard und Franka Reinhart. In Hope in Action nimmt Sanna Marin die Leser*innen mit auf die außergewöhnliche Reise ihrer bahnbrechenden Karriere und teilt ihre Vision einer neuen Art der Führung. Als sie im Alter von nur 34 Jahren finnische Ministerpräsidentin wurde, schrieb Marin als jüngste finnische Regierungschefin zum Zeitpunkt ihrer Amtsübernahme Geschichte und fesselte die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit mit ihren fortschrittlichen Ideen und ihrem dynamischen Regierungsansatz. Ihre Geschichte ist eine Geschichte der Resilienz und des Triumphs. Als Erste in ihrer Familie, die eine Universität besuchte, durchbrach sie Barrieren, um zu einer globalen Ikone der fortschrittlichen Führung zu werden. Ihre Zeit als Ministerpräsidentin war geprägt von historischen Meilensteinen: Nach der russischen Invasion in der Ukraine führte Marin ihr Land durch den schnellsten NATO-Beitrittsprozess in der Geschichte des Bündnisses und leitete einige der weltweit ehrgeizigsten Klimainitiativen mit dem Ziel der CO2-Neutralität bis 2035. Ihre Regierung setzte sich für Geschlechtergleichstellung und digitale Innovation sowie für umfassende Reformen zur Verbesserung des Gesundheitswesens, der Bildung und der Menschenrechte ein.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 10.11.2025
Rezensentin Viola Schenz entdeckt zwar allerhand Plattitüden, alte feministische Parolen, Überheblichkeiten und Wiederholungen in den Memoiren der ehemaligen finnischen Ministerpräsidentin Sanna Marin, insgesamt aber findet sie Marins Erfahrungen mit NATO-Beitritt und Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine eindrücklich und lesenswert. Die Autorin liefert laut Schenz Impulse und Ratschläge für Frauen, berichtet von Sexismus und Gewaltandrohungen und zeigt, dass sie trotz Stress politisch meistens auf der richtigen Seite stand. Nur manchmal kommt der eigene Furor dem Sinn für Fairness in die Quere, erkennt Schenz. Etwa wenn Marin über Fragen der Presse nach ihrem Frausein in der Politik schimpft. Damit musste die Autorin rechnen, findet Schenz.
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