Herausgegeben von Beatrix Heintze. Walter Cramer war der vielleicht engste Freund Carl Goerdelers in jener Zeit, als es den vormaligen Bürgermeister Leipzigs immer heftiger in eine Opposition zu Adolf Hitler und die durch ihn repräsentierte Politik trieb. Mitwisser an Attentats- und Umsturzplänen jener Männer wie Goerdeler zu sein, die sich 1944 aufmachten, noch im letzten Moment das Zeichen des "anderen Deutschlands" zu setzen, war riskant, im Wortsinn lebensbedrohlich. Wer sich diesen Männern zur Verfügung stellte, wagte damit nicht weniger als sein Leben zu verlieren.
Rezensionsnotiz zu
Frankfurter Allgemeine Zeitung, 27.01.2014
Das von der Enkelin Beatrix Heintze edierte Buch über Leben und Sterben des Kaufmanns Walter Cramer hält Sebastian Weitkamp für lesenswert. Zwar hätte sich der Rezensent in der Einleitung zu Cramers Aufzeichnungen aus der Haft vom 18. Juli bis 14 November 1944 nähere Informationen zu Cramers Verbindung zum Widerstand des 20. Juli gewünscht, aufgrund deren Cramer schließlich hingerichtet wurde. Und auch eine stärkere Kontextualisierung mit den weiteren Dokumenten hätte ihm gefallen. Insgesamt jedoch überzeugen ihn der persönliche Ansatz und die Eindrücke Cramers aus Plötzensee als wichtige zeitgeschichtliche Dokumente.
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