Walter Helmut Fritz (geb. 1929) hat gerade in dürftiger Zeit immer an der Poesie und am Schreiben von Liebesgedichten festgehalten.Er blieb aufmerksam für die Spuren des Schönen, Hellen, Zarten, die auch in einer bedrohten und zerstörerischen Welt aufscheinen, und für die Menschen und Dinge, die ihn umgeben. So entstanden in fast fünfzig Jahren dichterischer Produktivität zahlreiche Liebesgedichte, die zum Schönsten der deutschsprachigen Nachkriegslyrik zählen. In diesem Band werden sie erstmals vollständig in einer eigenständigen Publikation versammelt.
Rezensionsnotiz zu
Süddeutsche Zeitung, 07.01.2009
Nico Bleutge begrüßt diese Sammlung der Liebesgedichte von Walter Helmut Fritz. Er schätzt das Werk des Autors als eines der "vielschichtigsten in der deutschen Gegenwartsliteratur". Die chronologisch geordneten Gedichte in vorliegender Sammlung ermöglichen für ihn, die Entwicklung des Dichters zu verfolgen. Deutlich wird für ihn so zum Beispiel, wie Fritz die Erscheinungen der Liebe von Beginn an mit der Meeresmetaphorik verknüpft. Die Gedichte zeichnen sich für ihn durch ihre "Offenheit für die Erscheinungsformen der Liebe" aus, durch ihre Wahrnehmung von unscheinbaren Dingen, an denen die Liebe aufscheint. Besonders hebt er hervor, dass Liebe bei Fritz nicht im Privaten stehen bleibe, sondern die Teilhabe an einem "umfassenden Eros" erlaube.
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